Archäologische Fundstätte Krvavec

Durch ein Volksmärchen auf der Spur nach den ersten Siedlern vom 8. bis zum 10. Jahrhundert. Wer waren in der Wirklichkeit die AJDEN, die Urbewohner unseres Landes? Wissenschaftliches Forschungszentrum der Slowenischen Akademie für Wissenschaft und Kunst – Institut für Archäologie.
SAGENSCHATZ UND ARCHÄOLOGIE
Die Herkunft des Namen Krvavec ist durch zwei Sagen belegt. Gemäß der ersten Sage hat die einheimische Einwohnerschaft die türkischen Angreifer im Nebel bis zur Kluft Kokrške stene gelockt, wo sie herabgestürzt sind, sodass das Blut in Strömen geflossen ist. Die zweite Sage ist im Tal verbreitet und besagt, dass zwei Mädchen, riesengroß und bildschön, von wilden Hunden verfolgt wurden. Sie versteckten sich im Gebirge, die Hunde töteten jedoch ihren Vater und zerstörten seine Burg in Komendski boršt. Sie weinten so sehr, dass ein blutiger Tränenstrom bis ins Tal geflossen ist.
Die Mehrzahl der Sagen über Riesenmenschen reicht in eine Zeit, in der sich auf dem heutigen Gebiet im 6., 7. und 8. Jahrhundert Einwohner aus dem slawischen Sprachraum ansiedelten. Im Bereich des Krvavec, genauer Na Bleku, hat man im Jahr 2003 zufälligerweise und erstmals im slowenischen Gebirgsland, einen Fund gemacht, der ins 8. bis 10. Jahrhundert reicht. Seither sind archäologische Untersuchungen in Gang. Nach deren Abschluss wird das daraus stammende Wissen über das Leben auf dem Krvavec vor eintausend Jahren in einem Freilichtmuseum ausgestellt.
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