Heilkräuter

Heilkräuter

Zdravilna zelišča

DER GEMEINE FRAUENMANTEL 

(Alchemilla vulgaris)

Ist eine bis zu 50 cm hohe Krautstaude. Die Pflanze blüht von Mai bis September. Während der Blütezeit werden die oberirdischen Teile der Pflanze oder nur ihre Blätter gesammelt.

Der Gemeine Frauenmantel ist eine Pflanze, die Frauenbeschwerden lindert, z. B. Weißfluss, Menstruationsstörungen, durch die Wechseljahre bedingte Beschwerden, sie ist seit eh und je ein hochgeschätztes Mittel zur Wundheilung und wirkt entzündungshemmend. Der Gemeine Frauenmantel wird als Adstringens eingesetzt (gewebefestigend), wirkt blutungsstillend, was die erste Stufe bei der Wundheilung darstellt. Die Pflanze wird auch gegen Durchfall eingesetzt. In den Kräuterbüchern des 16. Jahrhunderts findet sie als bestes Arzneimittel zur Wundbehandlung Erwähnung.

 

WUNDKLEE

(Anthyllis vulneraria)

Die Heileigenschaften von Wundklee (wie schon aus dem Namen hervorgeht) werden zur Wundheilung eingesetzt,  von Mai bis August wird er leicht am Blütenstand der gelben Blüten erkannt.

Wundklee ist eine sehr beliebte Volksarznei. Schon der Name besagt, dass er insbesondere zur Wundheilung bei Mensch und Tier Anwendung findet. Sein Tee wirkt blutreinigend und stärkt den Reizmagen.

 

KLEINBLÜTIGES WEIDENRÖSCHEN

(Epilobium parviflorum)

Das zu Heilzwecken verwendete Weidenröschen erkennt man an seinen kleinen Blüten in rötlicher, bleichrosa oder fast weißer Farbe. Gepflückt wird die ganze Pflanze, der Stengel samt den Blättchen und Blüten.

Verwendet wird es zur Behandlung von Prostatabeschwerden, da es Hormone enthält, die die Drüsenfunktion regulieren sowie zur Linderung von Nieren und- Blasenkrankheiten.

 

DOST - WILDER MAJORAN

(Origanum vulgare)

Dorst ist eine 35 bis 75 cm hohe. Die blühenden Kräuter werden von Juli bis September gepflückt.

Dorst ist eine Heilpflanze mit ausgesprochen milder Wirkung, er reguliert die Magen- und Leberfunktion, die Ausscheidung von Gallensäften, lindert Magenkrämpfe und hilft bei Durchfall, wirkt entzündungshemmend und leicht desinfizierend, stärkt die inneren Organe, beruhigt das Nervensystem und fördert die Schweißsekretion. Er wird zur Beruhigung von starkem, krampfartigen Husten empfohlen, häufig ist er Bestandteil von sogenannten Herbsttees und Erkältungstees. Der Kräuteraufguss eignet sich zum Gurgeln und Spülen bei entzündeter Mund– und Rachenschleimhaut.

 

THYMIAN

(Thymus vulgaris)

Ist eine mehrjährige, bis zu 30 cm hohe Krautpflanze, und wächst als Halbstrauch, am häufigsten jedoch in Form von Kräuterkissen oder Kräuterteppichen. Thymian blüht von Mai bis September.

Es ist ein wirksames Mittel gegen Entzündungen des Brustkorbs, wie Bronchitis, Keuchhusten und Rippenfellentzündung; ein Kräuteraufguss hilft bei leichteren Entzündungen des Rachens und Brustkorbs, bei Halsentzündungen können auch die frischen Blätter gekaut werden. Thymian ist krampfstillend im Magen- und Darmbereich, wirkt Darmparasiten entgegen und ist leicht beruhigend, fördert die Schweißabsonderung und entwässert den Körper. Seine Wirkungsweise bei innerer und äußerer Anwendung ist leicht antiseptisch. Forschungen ergaben, dass Thymian und sein ätherisches Öl die Körperfunktionen stärkt und das Altern verzögert, er mildert Insektenstiche, hilft bei Wundschorfen, Fusspilz, sonstigen Pilzerkrankungen, Krätzen und Läusen.

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JOHANNISKRAUT

(Hypericum perforatum)

Johanniskraut ist  eine 30 bis 90 cm hohe Strauchstaude. Die Sträucher haben einem Durchmesser bis 30 cm. Es blüht von Juni bis September.

Die Blüten werden gepflückt, sobald sie sich öffnen, verwendet wird auch das Kraut samt der Blüten, das mit etwa 25 cm Grün geschnitten wird.

Der Tee aus Blättern und Blüten wirkt antidepressiv, hilft bei leichter Hysterieneigung, gegen Schwermütigkeit, Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit, wirkt blutreinigend, hilft bei Lungenverschleimung, tut den Nieren und der Blase gut. Die äußere Anwendung des Johanniskrauts erfolgt am häufigsten als Öl, Creme und in Form anderer Zubereitungen. Es wird mit großem Erfolg bei Brandwunden, Schwellungen, Verbrühungen, bei der Versorgung von kleineren Wunden, Prellungen, Quetschungen und Verstauchungen angewendet. Rheuma- und Gichtbeschwerden werden durch Massagen oder das Einreiben gemildert, es ist bewährt als Massagemittel für den Rücken bei Wirbel- und Gelenkabnutzung, lindert Beschwerden bei Insektenstichen, älteren Menschen wird das Einreiben bei zittrigen Gliedern geraten.

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